Domna Delliou

Im Falle von Domna Delliou jedenfalls muss das wohl so sein, denn sie lebt wirklich im Kreise all der Mädchen und Knaben, Männer und Frauen, die so deutlich im Vordergrund ihres Schaffens stehen. In diesem Sinne ist Domna übrigens auch Bürgerin einer Welt, die gleichzeitig in Griechenland, im außergriechischen Europa, in Amerika und irgendwo im Tibet angesiedelt ist, da sich ihre Werke überall an diesen Orten befinden - in privaten wie öffentlichen Sammlungen.

Gesichter, Körper, Fragmente von beiden sind in den letzten Jahren auf so vielen natürlichen, unbehandelten Materialen entstanden, auf Steinen, auf Hölzern, die das Meer anschwemmt – aber auch auf Gegenständen des alltäglichen Lebens wie Stühlen, Hackstöcken, Fensterläden oder Zeitungspapier.

Einen solchen künstlerische Kosmos, wie Domna ihn erschaffen hat, versteht ein jeder und das wohl gerade deshalb, weil er sich so vielen verschiedenen Epochen verdankt: In der individuellen künstlerischen Gestaltungskraft dieser Malerin vereinigen sich griechische Volkskunst mit alter byzantinistischer Technik und jenen archaischen Kunststilen der Menschheitsgeschichte, die wir von den Kykladischen Statuen kennen, den Kouroi und Koren auf der Akropolis, und besonders den Kunstwerken von Fayoum. Deren riesige Augen, ihr tiefer, ernster Blick hat die griechische Malkunst seit jeher beeinflusst von den byzantinischen Meistern bis zur Moderne. Bei Kontoglou, Engonopoulos, der Ägyptischen Schule bis hin zur Modernen Werbegrafik lassen sich die Spuren jener alten Kunst nachweisen. 

Domnas Bilder beschwören eine solche Vergangenheit. Oft schimmert sie hervor in den leuchtenden Tönen ihrer Acrylfarben, manchmal auch in einem schwermütigen, dunkleren Ton. Es sind jene Bilder, die am unmittelbarsten von ihrem eigentlichen Gegenstand sprechen – dem Wesen des menschlichen Gefühls. In den großen, dunklen Augen ihrer Figuren spricht es den Betrachter an, ruhig, doch eindringlicher als jeder laute Schrei. Wer ihr Studio in Thessaloniki besucht, wird es wahrnehmen können: Den von allen Wänden wiederkehrenden Blick ihrer Bilder. Es sind die Blicke vieler Menschen. 

Thouli Misirloglou, Kunsthistorisch

 

 

Domna Delliou im Studio hier. 
Bildnachweis: Aris Akritidis


Domna Delliou malt seit 20 Jahren hauptsächlich mit Acrylfarben auf Holz.

In Ihrem Portfolio findet man persönliche und Gruppenausstellungen sowohl in Griechenland als auch im Ausland.

Sie hat eine 25jahrige Kariere im Grafikdesign hinter sich, die sie aufgrund der Malkunst aufgegeben hat.

Domna Delliou ist Mitglied des griechischen Chambers of Fine Arts.


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